ConPolicy führt im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen eine Studie zu den Herausforderungen für Verbraucherinnen und Verbraucher im Social Commerce durch. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Risiken entstehen, wenn soziale Medien und Onlinehandel zunehmend miteinander verschmelzen
Social Commerce gilt international als stark wachsender Markt. Während Produkte bislang überwiegend über klassische Online-Shops gekauft werden, finden Kaufentscheidungen immer häufiger direkt in sozialen Netzwerken statt. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Unterhaltung, persönlicher Empfehlung und Werbung. Besonders junge Menschen nutzen diese Angebote intensiv.
Die Studie untersucht Risiken durch Emotionalisierung, Manipulation, Impulskäufe, verstärkte Datenerhebung sowie komplexe Vertragsbeziehungen zwischen Plattformen, Influencern und Händlern. Zudem wird analysiert, ob bestehende Regelungen des Lauterkeits-, Plattform- und Datenschutzrechts ausreichend geeignet sind, Verbraucherinnen und Verbraucher im Social Commerce wirksam zu schützen.
Methodisch kombiniert das Projekt Literatur- und Rechtsanalysen, qualitative Untersuchungen von Plattformen und Erfahrungen von Nutzenden sowie eine repräsentative Verbraucherbefragung. Ziel ist es, auf dieser Grundlage Handlungsempfehlungen für einen sicheren und verbraucherorientierten Rechtsrahmen im Social Commerce zu entwickeln.