Wie und warum Menschen ihren Konsum politisch einsetzen, etwa durch Boykotte oder gezielte Kaufentscheidungen („Buycotting“), hängt eng mit ihrer politischen Ideologie zusammen. Dieses Papier beleutet in drei Studien die komplexen Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen ideologischen Dimensionen und Formen des politischen Konsums. Dabei zeigt sich: Während politischer Konsum bislang eher mit linken Einstellungen in Verbindung gebracht wurde, tritt eine spezielle Form, das Buycotting zur Unterstützung von Unternehmen, häufiger bei politisch rechts verorteten Personen auf. Zudem erweist sich eine sozial-autoritäre Dimension von Ideologie als einflussreicher für politisches Konsumverhalten als die klassische ökonomische Links-Rechts-Unterscheidung. Schließlich verdeutlichen die Ergebnisse, dass insbesondere autoritär eingestellte Personen ihr Verhalten stärker an wahrgenommenen sozialen Normen ausrichten – was politisch motivierten Konsum hemmen kann, wenn dieser nicht als gesellschaftlich üblich gilt.
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