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Neue Publikation für das Bundesamt für Strahlenschutz Risikokommunikation im Wandel: Sozialwissenschaftliche Erkenntnisse zur Kommunikation über elektromagnetische Felder im Strahlenschutz

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In der Gesellschaft gibt es viele Unsicherheiten über die Auswirkungen elektromagnetischer Felder (EMF). Das BfS forscht und informiert über wissenschaftliche Erkenntnisse zu EMF und setzt für diese Arbeit auch sozialwissenschaftliche Forschung ein, welche im Rahmen dieses Forschungsvorhabens zusammengefasst und evaluiert wurde.

Das Projekt erstellte eine Forschungssynthese über sozialwissenschaftliche Forschungsprojekte im Bereich der EMF-Risikokommunikation, welche zwischen 2005 bis 2025 vom BfS initiiert wurden. Ziel war es, zentrale Erkenntnisse zusammenzuführen, gesellschaftlich einzuordnen und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Kommunikationspraxis und Forschung abzuleiten. Grundlage bildeten 30 BfS-Studien (zu hochfrequenten, niederfrequenten und beiden Frequenzbereichen), die methodisch und qualitativ anhand eines Bewertungsrasters und Qualitätskriterien analysiert wurden. 

Die Studien zeigen methodisch ein breites Spektrum, das von rein quantitativen und qualitativen Designs bis Mixed-Methods-Ansätzen reicht. Qualitativ wurden die Studien überwiegend positiv bewertet insbesondere bezüglich der angewendeten Methoden und Ressortforschungsrelevanz. Verbesserungen könnten teilweise im Bereich der Forschungstransparenz vorgenommen werden. Die Identifikation zukünftiger Forschungsfelder ergab eine Priorisierung der Forschung zu Wissenschafts- und Risikokommunikation (z. B. im Bereich Science Literacy), flankiert von Maßnahmen zur Befähigung von Multiplikator*innen und zur Analyse des öffentlichen Diskurses rund um EMF. Weiterhin relevant bleiben außerdem Fehl- und Desinformationen im Bereich EMF, sowie die Forschung zur Risikowahrnehmung und den Informationsbedürfnissen der Bevölkerung. Die Auswertung mündete in zehn praktischen Handlungsempfehlungen: (1) BfS als glaubwürdige Präsenz etablieren, (2) Breite Aufklärung, aber nah am Alltag der Menschen, (3) Science Literacy berücksichtigen, (4) Wissenschaft als Prozess darstellen, (5) Informationsbedürfnisse erkennen und Aktivitäten effizient koordinieren, (6) Multiplikator*innen befähigen, (7) zielgruppengerecht schulen, (8) Informationsmaterial und Internetartikel zugänglich gestalten, (9) Intuitive Benutzerführung beachten, und (10) Positive Social-Media-Agenda verfolgen.

Weitere Informationen zum Projekt lesen Sie hier.

Der Abschlussbericht steht hier