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ConPolicy-Intervention auf der Digitalkonferenz re:publicaLebendes Cookie-Banner auf der re:publica: Wenn Datenschutz plötzlich im Weg steht

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Mit einer performativen Intervention auf der Digitalkonferenz re:publica haben Dr. Otmar Lell, Projektmanager bei ConPolicy, und Felix Büning, Doktorand an der Universität Göttingen, die Logik digitaler Einwilligungsmechanismen in den analogen Raum übertragen. Als „lebendes Cookie-Banner“ versperrten sie Besucher:innen den Weg zwischen verschiedenen Bereichen der Konferenz. Wer passieren wollte, musste zunächst lesen, zustimmen oder sich mit aufwendigen Ablehnungsoptionen beschäftigen. 

Die Intervention machte erfahrbar, wie selbstverständlich digitale Einwilligungsmechanismen geworden sind – und wie irritierend sie wirken, sobald sie aus dem virtuellen in den physischen Raum übertragen werden. „Wir würden es im Alltag niemals akzeptieren, dass sich uns ständig jemand in den Weg stellt und uns nur weitergehen lässt, wenn wir in eine Überwachung einwilligen oder uns mühsam dagegen wehren“, so die Beteiligten der Aktion. „Im Internet ist genau das jedoch zur Normalität geworden.“ Die Aktion führte zu zahlreichen Gesprächen mit Besucher:innen aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Digitalwirtschaft – unter anderem auch mit Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas. 

Die Intervention fand im Rahmen des Forschungsprojekts PRIME statt. Dieses untersucht mit Förderung durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, wie virtuelle Welten so gestaltet werden können, dass Datenschutz und Persönlichkeitsrechte besser geschützt werden.