Wie können Städte zukunftsfähig werden – und warum fällt Veränderung gerade in Deutschland so schwer? Diesen Fragen widmet sich Uwe Schneidewind nach fünf Jahren als Oberbürgermeister von Wuppertal. Ausgehend von seiner Erfahrung im urbanen Maschinenraum beschreibt er Städte als Brennglas gesellschaftlicher Transformation: Hier werden Veränderungsprozesse konkret, zugleich sind Städte stark auf Stabilität und Kontinuität ausgerichtet. An Beispielen wie Schwimmbädern, Schulbau und Nahverkehr zeigt Schneidewind alltägliches Systemversagen auf lokaler Ebene – aber auch, wo dennoch Bewegung entsteht. Das Buch macht deutlich: Gerade in Situationen vermeintlicher Ohnmacht können Inseln des Gelingens entstehen. Wenn erfolgreiche Projekte wachsen und engagierte Akteur sich vernetzen, kann daraus der Keim für umfassendere Veränderung werden. Schneidewind zieht damit eine praxisnahe, realistisch geprüfte und dennoch hoffnungsvolle Bilanz urbaner Transformation.
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