ConPolicy Newsletter 2020 - 12

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  Neues von ConPolicy

Studie für das Umweltbundesamt
Neues ConPolicy-Projekt zu Jugendbeteiligung und nachhaltigem Konsum

In den vergangenen Jahren haben nachhaltigkeitspolitische Themen im gesellschaftlichen und politischen Diskurs stark an Relevanz gewonnen. Ein wesentlicher Treiber hierfür stellt das Engagement von jungen Menschen dar. Allerdings ist das Verhalten vieler Jugendlicher gleichzeitig durch eine Ambivalenz gekennzeichnet: Zwar verstehen sie, dass Jeder und Jede einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten muss. Allerdings spiegelt sich diese Überzeugung im eigenen Konsumverhalten nicht immer ausreichend wider.

Vor diesem Hintergrund beauftragte das Umweltbundesamt ConPolicy zusammen mit IKU_Die Dialoggestalter und Tippingpoints mit der Durchführung dieses Forschungsvorhabens. Das Projekt zielt darauf ab, eine fachwissenschaftliche Grundlage für weitere Aktivitäten im Bereich beteiligungsorientierte und transformative Forschung, Beteiligung, Informationsangebote oder Kampagnen für Jugendliche im Bereich nachhaltigen Konsum zu schaffen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Impulse zum Thema Verbraucherschutz und -befähigung in der digitalen Welt
ConPolicy beim 15. Internationalen Workshop des kolumbianischen Kommunikationsregulators

Zum 15. Mal lud der kolumbianische Kommunikationsregulator am 01. und 02. Dezember 2020 zu einem internationalen Workshop ein. In diesem Jahr ging es um das Thema „Rethinking connectivity: the role of networks in our digital lives“. Wegen der Corona-Pandemie fand der Workshop rein virtuell statt.

Auch die Verbraucherperspektive kam bei diesem Workshop nicht zu kurz. ConPolicy-Geschäftsführer, Prof. Dr. Christian Thorun, zeigte in seinem Vortrag auf, warum die Digitalisierung nur gelingen kann, wenn auch die Verbraucherperspektive berücksichtigt wird und er legte dar, worauf es hierbei hinsichtlich des Verbraucherschutzes und der Verbraucherbefähigung konkret ankomme.

Mit CDR Werte verankern
ConPolicy moderiert Forum auf dem Digital Gipfel 2020

Am 30. November 2020 fand der erste Tag des Digital Gipfels 2020 der Bundesregierung statt, der das Thema „Digital nachhaltiger leben“ in den Mittelpunkt stellte.

Ein Programmpunkt wurde dabei von der Plattformgruppe „Verbraucherpolitik in der digitalen Welt“ bespielt und behandelte das Thema Corporate Digital Responsibility. ConPolicy-Geschäftsführer Prof. Dr. Christian Thorun moderierte hierfür eine Panel-Diskussion mit Mitgliedern der CDR-Initiative des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Mitdiskutanten waren Christine Lambrecht (Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz), Birgit Klesper (Senior Vice President Group Corporate Responsibility, Deutsche Telekom AG), Kate Heiny (Director of Sustainability, Zalando) und Prof. Dr. Dr. Alexander Brink (Universitätsprofessor für Wirtschafts- und Unternehmensethik, Universität Bayreuth).

Die Diskussion zeigte, dass die Digitalisierung aktiv gestaltet werden müsse, damit sie den Gemeinwohlinteressen auch tatsächlich dient. Unternehmen käme in diesem Kontext eine besondere Verantwortung zu. Denn sie müssten bereits in der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen die positiven wie negativen Auswirkungen der Digitalisierung mitberücksichtigen. Wie das heute bereits gemacht wird, zeigten die Unternehmensbeispiele der Deutschen Telekom und von Zalando. Dem Gesetzgeber käme in diesem Zusammenhang eine doppelte Rolle zu: Gesetzliche Vorgaben dort machen, wo es nötig ist und gleichzeitig eine verantwortliche Unternehmensführung, die über das gesetzlich geforderte hinausgeht, fördern. Hierbei wurde hervorgehoben, dass es der CDR-Initiative des BMJV genau hierum ginge.

Weitere Informationen zur CDR-Initiative des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz finden Sie hier.

Die Weihnachtsspende fürs Klima
ConPolicy unterstützt die Klimawette

Die Klimawette ist ein im Jahr 2020 initiiertes Projekt, das darauf abzielt, bis zur nächsten Klimakonferenz in Glasgow 2021 gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern zusätzlich 1 Million Tonnen CO2 einzusparen.

Mit einer Spende von 25 Euro an eine Klimaschutzorganisationen kann eine Tonne CO2 eingespart werden. Ein erster wichtiger Schritt, wenn man bedenkt, dass jede und jeder in Deutschland im Durchschnitt mehr als 11 Tonnen CO2 pro Jahr verursacht! 

Wenn jeder Teilnehmer an der Wette zwei Menschen überzeugt, die wiederum zwei überzeugen, kann eine Bewegung entstehen, die in 20 Wochen schon eine Million Menschen erreicht. 

Auf der Seite der Klimawette finden sich einfache Tipps, wie auch privat CO2 vermieden werden kann. 

Auch ConPolicy unterstützt die Klimawette, denn wir sind überzeugt: gemeinsam können wir mehr erreichen!

Mehr Informationen zur Klimawette finden Sie hier.

Verbraucherschutz digital: Datensouveränität im Fokus
ConPolicy-Vortrag bei MULNV-Verbraucherkongress

Am 23. November 2020 fand der Verbraucherkongress des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen statt, der sich mit diversen Themen der Datensouveränität im Verbraucheralltag beschäftigte.

Im Rahmen des Kongress hielt ConPolicy-Projektmanagerin Dr. Sara Elisa Kettner einen Impulsvortrag zum Thema „Blick in die Praxis – Studie zu innovativem Datenschutz-Einwilligungsmanagement“. Hiernach fand eine Podiumsdiskussion mit Marc Fliehe (VdTÜV), Klaus Müller (Verbraucherzentrale Bundesverband) und Rebekka Weiß (Bitkom) statt, in der die Möglichkeiten von Datenschutz durch Technikgestaltung diskutiert wurden.

Der Impulsvortrag kann bis Ende 2020 hier als Video abgerufen werden.

Die Ergebnisse der Studie zum „Innovativen Datenschutz-Einwilligungsmanagement“, die im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz erstellt wurde, können hier heruntergeladen werden.

Eine kritische Auseinandersetzung mit den ethischen Grenzen des Nudging
ConPolicy im #Nudge2020 Streitgespräch: Nudgen bis der Arzt kommt?

Am 17. November 2020 nahm ConPolicy Projektmanagerin Dr. Annette Cerulli-Harms an einer Paneldiskussion über den Einsatz von Nudging im Gesundheitsbereich teil. Gemeinsam mit Dr. Benjamin Ewert der Universität Siegen und Dr. Rebecca C. Ruehle der VU Amsterdam diskutierte Annette Cerulli-Harms im Rahmen der digitalen Konferenz #Nudge2020 über mögliche ethische und juristische Aspekte des Nudging, insbesondere im Gesundheitssektor. 

Die seitens der läuft GmbH organisierte Veranstaltung thematisierte vor allem potenzielle Grenzen des Nudging: So wurde im Gespräch kritisch beleuchtet, von wem und in welchen Entscheidungssituationen Nudging zur Gestaltung der Entscheidungsarchitektur eingesetzt werden darf. Zudem diskutierten die Gesprächsteilnehmenden über die Rolle des Nudging als politisches Instrument zur Steuerung, auch unter Einbeziehung von Partizipationsmöglichkeiten und potenziellen Alternativen. 

Nudging wird als eine der zentralen Methoden zum Anstoß von Verhaltensveränderungen in der Verhaltensökonomik betrachtet. Innerhalb der Diskussion herrschte dabei der Konsens, dass der Erfolg von Nudging nur mithilfe einer stetigen, datengetriebenen Evaluation beurteilt werden kann.

Finden Sie hier noch mehr Informationen und Beispiele zu Nudging im Allgemeinen.

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