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Citizen Science-Projekt gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und ForschungMein Ding – Ich bin, was ich (nicht) habe

Projektzeitraum: 
April 2021 – März 2024

Fördermitttelgeber: 
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektpartner
TU Berlin, co2online

Jeder europäische Haushalt besitzt im Schnitt 10.000 Güter – Tendenz steigend. Allerdings wird nur ein kleiner Teil dieser Güter regelmäßig genutzt und wertgeschätzt. Dieser Befund ist aus zwei Gründen problematisch: Zum einen kann ungenutzter Besitz das psychische Wohlbefinden mindern; zum anderen ist ein hoher Güterkonsum problematisch, weil dadurch in großem Umfang etwa Energie, Ressourcen und Flächen verbraucht, sowie Emissionen und Müll produziert werden. Gleichzeitig entstanden in den letzten Jahren mit Begriffen wie „Downshifting“, „Minimalismus“, oder „Voluntary Simplicity“ zahlreiche Konzepte und Bewegungen zur Besitzreduktion. Decluttering-Maßnahmen (Ausmisten oder Entrümpeln) sollen dabei helfen, durch die gezielte Selektion und Reduktion von Gütern, unnötigen Ballast loszuwerden. Bisher wurde jedoch noch nicht untersucht, inwieweit Decluttering dabei helfen kann, langfristig ressourcenleichter zu leben.

Vor diesem Hintergrund zielt das Citizen-Science-Projekt darauf ab, gemeinsam mit Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftlern Decluttering-Maßnahmen in den Bedarfsfeldern Kleidung und Büro & Technik zu entwickeln, um suffiziente (ressourcenleichte) Lebensstile zu fördern. Im Rahmen eines Prä-Post-Forschungsdesigns soll die Wirksamkeit der Decluttering-Maßnahmen für einen ressourcenleichten Konsum untersucht werden. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Unter der Leitung der TU Berlin arbeiten im Verbund co2online und ConPolicy zusammen mit drei Praxispartnern.

Um diese Ziele zu erreichen, werden die folgenden Projektphasen bearbeitet:

  1. Bestandsaufnahme und Gewinnung von Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftlern: In der ersten Phase wird der wissenschaftliche Forschungsstand sowie der Praxisstand zu Konzepten der Besitzreduktion aufgearbeitet. Zudem werden digitale Informationen und Materialien zur Gewinnung von ca. 200 interessierten Personen als Bürgerwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Projekt erstellt.
  2. Co-Design, Pre-Test und Weiterentwicklung der Interventionsmethode: In der zweiten Phase werden im Rahmen eines Co-Design-Workshops Ideen für Interventionen gesammelt. Die Ergebnisse werden weiterentwickelt und münden in ein Interventionskonzept, die Materialien des Begleitangebots und die Erhebungsinstrumente. Im Rahmen eines Pre-Tests werden die Instrumente erprobt und weiterentwickelt.
  3. Durchführung der Decluttering-Interventionen und Wirkungsmessung: In der dritten Phase sollen die Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler die Decluttering-Interventionen bei zwei bis drei Personen in ihrem Umfeld durchführen. Die Ergebnisse der Prä-Post-Befragung, der Interviews sowie die gesammelten Erfahrungen und Inhalte aus dem Begleitangebot werden gesammelt, aufbereitet und ausgewertet.
  4. Co-Evaluation, Erstellung und Diffusion von Handlungsempfehlungen und Decluttering-Toolkit: In der vierten Phase werden die Analyseergebnisse anschaulich aufbereitet und im Rahmen von Co-Evaluations-Workshops gemeinsam mit Praxispartnern und Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftlern interpretiert und reflektiert. Gemeinsam werden Handlungsempfehlungen erarbeitet.

ConPolicy ist insbesondere für die Aufbereitung des Praxisstands, die Konzeption und Durchführung der Co-Design-Workshops, die Ausarbeitung der Intervention im Bedarfsfeld Büro & Technik sowie die qualitative Forschung verantwortlich.

Projektteam

Projektmanagerin

030 / 2359116-15 v.muster@conpolicy.de

Projektmanagerin

030 / 2359116-18 m.muensch@conpolicy.de

Christian Thorun

Geschäftsführer

030 / 2359116-11 c.thorun@conpolicy.de