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Projekt für das Bundesministerium der Justiz und für VerbraucherschutzInnovatives Datenschutz-Einwilligungsmanagement

Projektzeitraum: 
Juli 2019 – März 2020

Gefördert durch:
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Projektpartner: 
Prof. Dr. Gerald Spindler (Universität Göttingen)

Seit Mai 2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Erhebung und Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten stärkt. Insbesondere wurden die Transparenz und die Verbraucherrechte bei der Einwilligung in Datenverarbeitungen verbessert. Die Einwilligung als wesentliches Instrument der Datensouveränität und Selbstbestimmung muss freiwillig und informiert erfolgen und differenzierte Einwilligungen müssen ermöglicht werden. Um diese verschärften rechtlichen Anforderungen im Online-Bereich sowohl nutzerfreundlich als auch rechtssicher praktisch umzusetzen, sind innovative Einwilligungsmanagement-Systeme nötig.

Vor diesem Hintergrund hat das BMJV das Forschungsvorhaben „Innovatives Datenschutz-Einwilligungsmanagement“ in Auftrag gegeben, das bereits vorhandene Modelle eines Einwilligungsmanagements analysieren und im Ergebnis neue Lösungsansätze zur rechtskonformen und nutzerfreundlichen Einwilligung entwickeln soll – bis hin zur Erarbeitung eines best-practice-Modells.

Um diese Ziele zu erreichen, werden im Rahmen des Vorhabens systematisch die folgenden Arbeitsschritte bearbeitet:

  1. Bestandsaufnahme: Im ersten Schritt werden theoretische und aktuell auf dem Markt befindliche Modelle und Ideen zum innovativen Einwilligungsmanagement identifiziert und bewertet.

  2. Erwartungen und Forderungen der Verbraucherinnen und Verbraucher: Im Rahmen einer Online-Befragung mit N=1.000 Verbraucherinnen und Verbraucher, die für die deutsche Online-Bevölkerung repräsentativ sind, werden die Forderungen und Erwartungen an ein innovatives Einwilligungsmanagement-System erhoben.

  3. Empfehlungen und Kriterien für ein innovatives Einwilligungsmanagement: Auf Grundlage der vorhergehenden Ergebnisse werden Empfehlungen bzw. Kriterien und Mindestanforderungen für ein Einwilligungsmanagement-System abgeleitet.

  4. Erstellung eines theoretischen Modells für innovatives Einwilligungsmanagement: Im nächsten Schritt wird ein theoretisches, „best-practice“ Modell für ein innovatives Einwilligungsmanagement-System entwickelt und in einem Nutzerführungskonzept konkretisiert.

  5. Testung des theoretischen Modells in der Praxis: Das theoretische Modell wird sodann in der Praxis implementiert und auf seine Wirksamkeit überprüft.

  6. Handlungsempfehlungen: Im letzten Schritt werden die Ergebnisse aller fünf Arbeitspakete zusammengeführt und übergeordnete Empfehlungen für die Praxis abgeleitet.

Projektteam

Christian Thorun

Geschäftsführer

+49 (0)30 259369-01 thorun@conpolicy.de

Projektmanagerin Verbraucherforschung

+49 (0)30 259369-08 kettner@conpolicy.de