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Studie für die Europäische KommissionFolgenabschätzung zur Vereinfachung von Etiketten von Chemieprodukten und Verwendung digitaler Etiketten

Projektzeitraum: 
Dezember 2020 – März 2022

Auftraggeber:
Europäische Kommission – DG Grow

Projektpartner:
VVA, Ecorys

Produktetiketten auf Chemikalien wie Reinigungsmitteln, Farben, Klebstoffen oder Desinfektionsmitteln enthalten wichtige Informationen für die Benutzer. Sie enthalten Gefahren- und Sicherheitsinformationen, Inhaltsstoffe und Gebrauchsanweisungen zur sicheren Verwendung zum Schutz der Gesundheit sowie der Umwelt.

Jüngste Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Etiketten auf Chemieprodukten derzeit mit Informationen überladen sind und dass die gezeigten Informationen von den Konsumentinnen und Konsumenten nur unzureichend verstanden werden.

Infolgedessen soll in der vorliegenden Studie bewertet werden, wie Etiketten von Chemieprodukten vereinfacht und ob einige Informationen durch digitale Kennzeichnungslösungen wie QR oder Barcodes ersetzt werden können. Zu diesem Zweck hat die Generaldirektion für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU der EU-Kommission (DG Grow) das aus VVA, Ecorys und ConPolicy gebildete Konsortium mit der Durchführung dieser Folgenabschätzungsstudie beauftragt.

In der 15-monatigen Studie kommt ein vielfältiger Methodenmix aus einer rechtlichen Analyse, Literaturrecherchen, Experteninterviews und Interviews mit Stakeholdern, einer öffentlichen Konsultation und einem Online-Verhaltensexperiment mit unterstützender Verbraucherbefragung zum Einsatz. In der Studie soll insbesondere der derzeitige Rechtsrahmen bewertet werden, der durch die Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP) und die Verordnung über Detergenzien (Reinigungsmittel) gebildet wird. Es sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie die Verordnung vereinfacht und verbessert werden kann, um Verbraucherinnen und Verbraucher, Beschäftigte in der Industrie und gewerbliche Anwenderinnen und Anwender zu unterstützen.

Das europaweite Verhaltensexperiment und die Verbraucherbefragung werden von ConPolicy entworfen. Diese Verbraucherforschung wird mit einer repräsentativen Stichprobe von über 4.000 Nutzerinnen und Nutzern von Chemieprodukten in Deutschland, Frankreich, Rumänien und Griechenland durchgeführt. Der Projektpartner VVA wird zu einem späteren Zeitpunkt die Befragung anpassen, um Informationen darüber zu erheben, wie Beschäftigte in der Industrie und gewerbliche Anwenderinnen und Anwender die Etiketten wahrnehmen und verstehen.

ConPolicy wird speziell untersuchen, wie Verbraucherinnen und Verbraucher Etiketten von Chemieprodukten verstehen und welche Vorschläge zur Verbesserung sie haben. Das Experiment wird auch messen, wie sich unterschiedliche Etikettenformate auf die Produktauswahl auswirken. ConPolicy verwendet verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse (Behavioral Insights), um zu verstehen, was eine effektive Verarbeitung der auf Etiketten bereitgestellten Informationen behindert, um gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Etiketten zu entwickeln. Diese Maßnahmen können sogenannte ‚Nudges‘ verwenden und beispielsweise Informationen optimieren, hinzufügen, entfernen oder anders darstellen (Framing).

Nach der Datenerhebung werden VVA und ConPolicy unterschiedliche politische Handlungsoptionen zur Änderung des aktuellen Rechtsrahmens ableiten und die erwarteten ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen bewerten.

Projektteam

Projektmanagerin

030 / 2359116-17 a.cerulli-harms@conpolicy.de

Projektmanagerin

030 / 2359116-13 s.e.kettner@conpolicy.de

Projektmanagerin

030 / 2359116-18 m.muensch@conpolicy.de