Am 28. September 2026 fand im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages die Konferenz „Starke Verbraucher:innen, starke Demokratie“ der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen statt. ConPolicy-Geschäftsführer Prof. Dr. Christian Thorun moderierte die Veranstaltung.
Im Mittelpunkt stand die Frage, welchen Beitrag Verbraucherpolitik für eine starke Demokratie leisten kann. Verbraucher:innen erleben staatliche Regeln, Marktordnung und die Durchsetzbarkeit ihrer Rechte unmittelbar im Alltag. Wo Regeln gelten, Rechte wirksam durchgesetzt werden und Menschen sich gegenüber wirtschaftlich mächtigen Akteuren behaupten können, kann Verbraucherpolitik Vertrauen in staatliche Institutionen und den Rechtsstaat stärken.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Macht- und Informationsungleichgewichten zwischen Verbraucher:innen und Anbietern. Gerade in digitalen Märkten stellen KI, manipulative Designs, personalisierte Angebote und die wirksame Durchsetzung von Verbraucherrechten neue Anforderungen an die Politik.
In sieben Foren wurden zudem aktuelle Herausforderungen unter anderem in den Bereichen Altersvorsorge, Mobilität, Ernährung, Energie, Verbraucherberatung, europäische Verbraucherpolitik und nachhaltiger Konsum diskutiert.
Für ConPolicy-Geschäftsführer Prof. Dr. Christian Thorun liegt darin eine zentrale Aufgabe moderner Verbraucherpolitik: „Verbraucherpolitik ist Alltagspolitik. Gerade deshalb kann sie einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Vertrauen in politische Institutionen und in die Handlungsfähigkeit des Staates zu stärken. Gleichzeitig kann gute Verbraucherpolitik den Alltag der Menschen einfacher machen und dazu beitragen, die beiden großen Transformationen unserer Zeit – Digitalisierung und Nachhaltigkeit – verbraucherorientiert und erfolgreich zu gestalten.“
Die Konferenz unterstrich damit, dass Verbraucherpolitik weit über einzelne Rechte und Marktregeln hinausreicht: Sie kann zu Fairness, Selbstwirksamkeit und Vertrauen in eine handlungsfähige demokratische Gesellschaft beitragen.