Digitale Plattformen beeinflussen zunehmend Konsumentscheidungen: Sie erleichtern den Zugang zu Informationen, ermöglichen personalisierte Angebote und automatisieren Konsumprozesse. Gleichzeitig können gezielte Kaufanreize Herausforderungen wie Überkonsum verstärken.
Wie digitale Plattformen nachhaltiger und gemeinwohlorientierter gestaltet werden können, untersuchen Julia Reinhard, Stephan Ramesohl und Justus von Geibler vom Wuppertal Institut gemeinsam mit Otmar Lell von ConPolicy in dem neuen Beitrag „Nachhaltiger Konsum in der Plattformökonomie – Ansätze für Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz by Design in digitalen Konsumprozessen“. Der Beitrag ist im Springer-Grundlagenwerk SDG 12: Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion erschienen.
Im Mittelpunkt steht das Konzept der zirkulären Customer Journey. Es verbindet digitales Konsumverhalten und umweltrelevante Ressourcenströme in einem systemischen Ansatz. Entlang dieser Customer Journey identifizieren die Autor:innen regulatorische Ansatzpunkte, um Risiken zu minimieren und nachhaltige Produkte sowie zirkuläre Geschäftsmodelle zu fördern. Darüber hinaus werden innovative Ansätze der Politikgestaltung – darunter kompakte und kollaborative Governance-Formate – vorgestellt und Empfehlungen für eine zukunftsfähige und gemeinwohlorientierte Plattformökonomie abgeleitet.
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