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Projekt für die Europäische KommissionStudie zum Wert von Herkunftsnachweisen auf Produkten

Projektzeitraum: 
September 2018 – Dezember 2019

Auftraggeber:
Europäische Kommission – DG Grow

Projektpartner:
VVA Europe, Ecorys, GDCC und oriGIn

Viele Produkte, die innerhalb der EU hergestellt werden, genießen aufgrund ihrer starken Verankerung im kulturellen und sozialen Erbe der Region einen guten Ruf. Nicht selten wird die geographische Herkunft eines Produkts mit einzigartigen und unverwechselbaren Qualitäten assoziiert. Um die Verbindung zwischen Produkt und Herkunft hervorzuheben, werden oft Produktnamen mit geographischem Zusatz wie „Murano-Glas“ oder „Champagner-Wein“ verwendet. Verbraucherinnen und Verbraucher schätzen solche Herkunftsnachweise. Hersteller anderer Regionen werden durch den guten Ruf jedoch leicht zum Imitieren des traditionellen Produkts und „Trittbrettfahren“ verleitet.

Vor diesem Hintergrund wurde in dieser Studie der Wert von sogenannten sui generis Herkunftsnachweisen für Produkte aus dem Non-Food Bereich untersucht. Dabei wurden im Wesentlichen drei Ziele verfolgt:

  • Evaluation der Effektivität von Herkunftsnachweisen zur Begrenzung von nicht-authentischen Produkten;
  • Beurteilung des Mehrwerts von Herkunftsnachweisen für Verbraucherinnen und Verbraucher und der Auswirkungen auf Suchkosten für authentische Produkte mit und ohne expliziten Herkunftsnachweis; und

  • Ermittlung des Mehrwerts von Herkunftsnachweisen für Hersteller von authentischen Produkten.

Die erste Phase der Studie beinhaltete eine Bestandsaufnahme der Literatur und erfasste 300 Produkte, für die sui generis Herkunftsnachweise in Frage kämen. Im Anschluss wurden 25 ausgewählte Produkte aus der gesamten EU anhand von Mystery Shopping, verhaltenswissenschaftlichen Experimenten und einer Beurteilung des Mehrwerts von Herkunftsnachweisen für Hersteller durch Experteninterviews untersucht.

Innerhalb des Konsortiums war ConPolicy verantwortlich für die Entwicklung und Auswertung der verhaltenswissenschaftlichen Experimente, um zu beurteilen, wie Verbraucherinnen und Verbraucher Herkunftsnachweise wahrnehmen.

Folgendes wurde im Detail untersucht:

  • Messung der Zahlungsbereitschaft von Verbraucherinnen und Verbrauchern für authentische Produkte mit Herkunftsnachweisen im Vergleich zu Produkten mit anderen Zertifizierungen;

  • wahrgenommene Authentizität von Produkten; und

  • mögliche Einsparungen bei den Suchkosten für Verbraucherinnen und Verbraucher durch Herkunftsnachweise.

Die Studie wurde im Dezember 2019 abgeschlossen. Der Abschlussbericht ist auf den Seiten der Europäischen Kommission veröffentlicht worden und findet sich hier.

Projektleitung

Projektmanagerin

030 / 2359116-13 s.e.kettner@conpolicy.de