Unter dem Titel „Forests Feed the Future: Linking Climate, Biodiversity, Food and People“ fand in Berlin das diesjährige Multi-Stakeholder Meeting der Amsterdam Declarations Partnership (ADP) statt. ConPolicy-Geschäftsführer Prof. Dr. Christian Thorun moderierte die Veranstaltung, bei der rund 200 Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammenkamen.
Im Mittelpunkt stand die Bedeutung von Wäldern für die landwirtschaftliche Produktion, die Ernährungssicherheit und widerstandsfähige Lieferketten. Diskutiert wurde unter anderem, welche wirtschaftlichen Anreize für den Erhalt von Wäldern geschaffen werden können und wie sich verpflichtende und freiwillige Maßnahmen sowie staatliche und privatwirtschaftliche Ansätze wirksam miteinander verbinden lassen, um Entwaldung zu verhindern.
In zwei Podiumsdiskussionen und fünf thematischen Arbeitsgruppen befassten sich die Teilnehmenden mit den Ursachen der Entwaldung, den Potenzialen von Digitalisierung, den Lebensgrundlagen und Rechten indigener Völker und lokaler Gemeinschaften sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit und der langfristigen Widerstandsfähigkeit von Lieferketten.
Eine zentrale Erkenntnis der Diskussionen war, dass erfolgreicher Waldschutz nicht nur geeignete politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfordert, sondern auch faire wirtschaftliche Perspektiven für die Menschen vor Ort schaffen muss. Insbesondere Landwirt:innen, indigene Völker und lokale Gemeinschaften müssen vom Übergang zu entwaldungsfreien Lieferketten profitieren und für ihren Beitrag zum Waldschutz angemessen berücksichtigt werden.
Die Veranstaltung fand unter dem Vorsitz des Vereinigten Königreichs als aktuellem Vorsitzland der Amsterdam Declarations Partnership statt. Deutschland war Gastgeber des Treffens.