ConPolicy Newsletter 2020 - 8

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  Neues von ConPolicy

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Verbraucherforschungsforum 2020: Algorithmen und Verbraucher

„Algorithmen und Verbraucher: Fokus Legal Tech“ das ist das aktuelle Thema des Verbraucherforschungsforums 2020, das in diesem Jahr am 18. September 2020 komplett virtuell stattfinden wird. 

Organisiert wird es vom CCMP Friedrichshafen, Prof. Hans-W. Micklitz (European University Institute) sowie Prof. Dr. Christian Thorun von ConPolicy ­– Institut für Verbraucherpolitik Berlin. Unser Gastgeber ist das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. 

Eine Anmeldung für diese Veranstaltung ist möglich per Mail an ccmp@zu.de. Bitte melden Sie sich bis zum 15. September 2020 an, damit wir das Programm auch technisch optimal vorbereiten können. Das Programm finden Sie hier.

Projekt für das Europäische Parlament
Neuer ConPolicy-Bericht zu Lootboxen in Online-Spielen

Auf Ersuchen des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz (IMCO) des Europäischen Parlaments führte ConPolicy zusammen mit dem Projektpartner VVA eine Studie zu Lootboxen durch. Ziel dieser Studie war es, dem Ausschuss einen Überblick über Lootboxen und andere Kaufsysteme in Online-Spielen zu verschaffen, die Auswirkungen von Lootboxen auf das Verhalten der Spieler – mit besonderem Fokus auf junge Verbraucherinnen und Verbraucher – zu verstehen sowie best practices und politische Handlungsoptionen aufzuzeigen. ConPolicy führte in diesem Projekt eine Literaturanalyse und Experteninterviews durch.

Der Abschlussbericht ist auf der Seite des Europäischen Parlaments veröffentlicht worden. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Politik auf Basis verhaltenswissenschaftlicher Methoden in der Praxis
ConPolicy @ Summer School

ConPolicy Projektmanagerin Dr. Annette Cerulli-Harms unterrichtete am Dienstag, den 28. Juli, in der CEBEX SUMMER SCHOOL 2020 einen Kurs über die Anwendung verhaltenswissenschaftlicher Methoden in der Politik. Die Summer School findet normalerweise in Prag statt und wurde aufgrund von Covid-19 online organisiert. Dies ermöglichte die Teilnahme von noch mehr Interessierten aus aller Welt. Forschende und behördliche Mitarbeitende, zum Beispiel von Regierungsorganisationen und Aufsichtsbehörden, Studierende und Doktoranden aus allen Regionen der Welt nahmen motiviert an der Summer School teil.

Dr. Annette Cerulli-Harms diskutierte, wie Politikerinnen und Politiker ihre Entscheidungen auf die beste verfügbare Evidenz, einschließlich randomisierter kontrollierter Studien, stützen können und sollten. Während der Vorlesungen sowie anhand interaktiver Fallstudien und Gruppenarbeit lernten die Teilnehmenden, wie Verhaltensexperimente und -analysen in der Praxis entworfen und durchgeführt werden. Die Vorlesungen endeten mit einer lebhaften Diskussion über ethische Überlegungen, die politische Entscheidungsträgerinnen und -träger bei der Gestaltung von Verhaltensinterventionen, einschließlich sogenannter „Nudges“, berücksichtigen sollten.

Die Summer School wurde mithilfe einer Online-Kommunikationsplattform veranstaltet, die Plenarsitzungen, Gruppenarbeit, Austausch von Dokumenten und interaktive Diskussionen auf einem virtuellen Flipchart ermöglichte.

Die Vorlesung war in ein breites viertägiges Programm zu Verhaltenswissenschaften in der Politik eingebettet. Weitere Dozentinnen und Dozenten führten die Teilnehmenden in die theoretischen Grundlagen der Verhaltenswissenschaften ein. Diese beinhalten allgemeine Konzepte wie die „Entscheidungsarchitektur“ und die Bedeutung von „rationalem“ und „irrationalem“ Verhalten von Einzelpersonen und politischen Entscheidungsträgern. Die Teilnehmenden bekamen auch eine Einführung in experimentelle Methoden.

Wenn Sie mehr über verhaltenswissenschaftliche Anwendungen und Methoden erfahren möchten, oder Interesse an der Durchführung eines interaktiven Online-Workshops haben, sprechen Sie uns an.

Tischgespräch der Dr. Rainer Wild Stiftung
ConPolicy bringt sich in den Austausch zu Lebensmittelverschwendung und Verbrauchersensibilität ein

In Deutschland landen jährlich Tausende Tonnen Lebensmittel im Müll und ein Großteil davon fällt in Privathaushalten an. Vor diesem Hintergrund untersuchte die Dr. Rainer Wild Stiftung mit dem wissenschaftlichen Modellprojekt „Rettungskühlschrank“, wie die Wertschätzung für Lebensmittel bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern erhöht werden kann und zugleich im Lebensmitteleinzelhandel Abfälle verringert werden können.

Im Rahmen des 2. digitalen Tischgesprächs „Foodwaste – Verbrauchersensibilität und Chancen am Point of Sale“ wurde das Projekt in einem Impuls vorgestellt. Im Anschluss diskutierte Marlene Münsch als Expertin der Podiumsdiskussion gemeinsam mit den Teilnehmenden, wie Verbraucherinnen und Verbrauchern die Reduktion vermeidbarer Lebensmittelverluste erleichtert werden kann. Hier ging es auch darum, welche Rolle der Handel spielen kann und welche Informationen den Verbraucherinnen und Verbrauchern bereitgestellt werden sollten.

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