Neue Publikation für das Umweltbundesamt
Wie gelingt der Dialog zu Umweltpolitik mit skeptischen und nicht-nachhaltigkeitsaffinen Gruppen?
Die sozial-ökologische Transformation der Gesellschaft kann nur dann gelingen, wenn es ein hohes Maß an Akzeptanz und Unterstützung in der Gesellschaft dafür gibt. Dafür ist es notwendig, dass Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik auch skeptische, eher nicht-nachhaltigkeitsaffine Gruppen besser erreicht. Das Projekt im Auftrag des Umweltbundesamtes „Umweltpolitik im Dialog – Umwelt / Populismus / Demokratie“ zielte deshalb darauf ab, herauszufinden, mit welchen Formaten diese Gruppen besser erreicht und beteiligt werden können.
Nun ist der Abschlussbericht des Projekts erschienen. Der Bericht beschreibt die entwickelten und erprobten Beteiligungs- und Kommunikationsformate für und mit Bürger:innen, die einer ambitionierten Umwelt- und Klimapolitik derzeit (noch) ablehnend oder skeptisch gegenüberstehen. Zunächst wurden die wissenschaftlichen Grundlagen dafür geschaffen: Durch soziokulturelle Analysen und Literaturauswertung wurden sechs Sozialfiguren identifiziert, die gegenüber Umweltpolitik und/oder Beteiligung (eher) skeptisch eingestellt sind. Darauf aufbauend wurden innovative Ansprache- und Dialogformate entwickelt und in der Praxis erprobt. Formatentwicklung und Erprobung wurden umfassend evaluiert und unter dem Blickwickel der wissenschaftlichen Grundlagen kritisch reflektiert. Abschließend wurden operative und strategische Empfehlungen für den Geschäftsbereich des Umweltministeriums im Hinblick auf Beteiligung und Förderung eines breiteren gesellschaftlichen Dialogs zur sozial-ökologischen Transformation abgeleitet.
Den vollständigen Bericht finden Sie hier. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.
Neue Publikation für das Umweltbundesamt
Praxishandbuch: Wie Jugendengagement für Nachhaltigkeit gestärkt werden kann
Wie können junge Menschen, die bislang wenig Berührungspunkte mit Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsthemen hatten, besser erreicht und in ihrem Engagement gestärkt werden? Mit dieser Frage befasst sich das neue Praxishandbuch, das im Rahmen des Forschungsprojekts „Jugendengagement für Nachhaltigkeit stärken durch Dialog und transformatives Lernen“ im Auftrag des Umweltbundesamtes entstanden ist. Unter dem Titel „Junge Menschen erreichen – Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten. Kooperationen als Schlüssel in der Jugend- und Verbandsarbeit“ bietet die Veröffentlichung praxisnahe Unterstützung für Fachkräfte der Jugendarbeit und Jugendverbände.
Das Handbuch basiert auf Forschungsergebnissen, Expert*inneninterviews sowie Praxiserfahrungen aus drei Modellprojekten. Es bündelt praxisnahe Handlungsempfehlungen zu Ansprache, Kommunikation, Methoden, Formaten, Verstetigung und Kooperationen. Dabei wird aufgezeigt, wie Nachhaltigkeitsthemen in der Jugendarbeit konkret und lebensnah verankert werden können.
Die Empfehlungen lassen sich in fünf Kernaussagen zusammenfassen: (1) Kooperationen schaffen Mehrwert, indem unterschiedliche Stärken und Ressourcen zusammengeführt werden. (2) Unterschiedliche Rahmenbedingungen von Jugendverbänden und Offener Kinder- und Jugendarbeit sind Herausforderung und Chance zugleich. (3) Lebensweltorientierung ist entscheidend, Nachhaltigkeit muss konkret, erfahrbar und alltagsnah sein. (4) Methodenvielfalt und Praxisbezug fördern Selbstwirksamkeit und stärken Teilhabe. (5) Vertrauen und Beziehungsarbeit bilden die Grundlage, um bislang wenig erreichte junge Menschen langfristig einzubinden.
Das Praxishandbuch finden Sie hier. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.
Wissenschaftskommunikation im Projekt Prime – Privatheit im Metaversum
Was wissen Sie über das Metaverse?
Im von ConPolicy geleiteten Forschungsprojekt „Prime – Privatheit im Metaversum” wird neben intradisziplinärer Forschung auch eine begleitende Wissenschaftskommunikation durchgeführt. Ein Teil dieser Wissenschaftskommunikation besteht darin, Bürger:innen für den Datenschutz und den Schutz ihrer Persönlichkeitsrechte im Metaverse zu sensibilisieren. Zu diesem Zweck wurde ein interaktives Quiz erstellt, mithilfe dessen Bürger:innen ihr Wissen zu Virtual Reality und dem Metaverse testen können. Darüber hinaus wurde in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsredaktion der Verbraucherzentralen der Artikel „VR-Brillen: Wie viele Daten sammeln sie?” verfasst. Der Artikel führt niedrigschwellig in die Thematik ein und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für Verbraucher:innen.
Den Artikel der Verbraucherzentralen finden Sie hier. Das Quiz finden Sie hier. Mehr über das Projekt erfahren Sie hier.
ConPolicy-Beitrag im Fachgespräch mit EU-Kommission
Die Verbraucherperspektive auf das EU Citizens Energy Package
Am 26. Februar 2026 lud der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Peter Hauk zu einem Fachgespräch über das EU Citizens Energy Package ein. Teil des Austausches war auch die Vorstellung und Diskussion der ConPolicy-Studie zu Energieverbraucherrechten. Neben Minister Hauk und ConPolicy-Geschäftsführer Prof. Dr. Christian Thorun nahmen an dem Gespräch die stellvertretende Generaldirektorin der Generaldirektion Energie (DG ENER) Mechthild Wörsdörfer, Prof. Dr. Andrea Wechsler (MdEP) sowie Viola Rocher (BDEW) und Thomas Bobinger (vzbv/BEUC) teil.
In der Vorstellung der Studie hob Prof. Dr. Thorun die Bedeutung der Verbraucher:innen für das Gelingen der Energiewende hervor. Verbraucher:innen leisten hier einen doppelten Beitrag: Einerseits spielen sie als Investor:innen in PV-Anlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Wallboxen eine wichtige Rolle. Aus reinen Consumern werden Prosumer. Andererseits kommt ihnen durch die Flexibilisierung des eigenen Energieverbrauchs die zentrale Funktion zu, das Netz zu stabilisieren, Lastspitzen abzufedern und Kosten zu senken.
Damit Verbraucher:innen ihre Doppelrolle wahrnehmen können, müssen die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden. Prof. Dr. Thorun betonte auf Grundlage der Studienergebnisse, dass die Voraussetzungen für eine aktive Verbraucherrolle in Deutschland derzeit nicht gegeben seien. Mit Blick auf die Verbreitung von Smart Metern, dynamischen Stromtarifen und unabhängigen Vergleichsportalen bestünden noch gravierende Defizite. Er betonte auch, dass die Verbraucherorientierung bislang wenig inklusiv verstanden werde. Der Fokus liege vor allem auf Hauseigentümer:innen und technikaffinen Verbrauchergruppen. Geringverdienende, Mieter:innen und vulnerable Gruppen profitierten kaum vom Prosuming.
Er empfahl daher, Anreizstrukturen (etwa mit Blick auf die Netzentgelte) sozial gerecht auszugestalten, einen stärkeren Fokus auf kollektive Energieinfrastrukturen zu legen und das Thema Energiearmut systematisch zu adressieren.
Dewies & Reisch (2025)
META BI: A tool for describing behavioural interventions
Das Fehlen einer gemeinsamen Terminologie für Nudges und verwandte verhaltensbasierte Interventionen erschwert bislang den disziplinübergreifenden…
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Lohmann et al. (2026)
A meta-analysis assessing the effectiveness of demand-side interventions for sustainable food consumption and food waste reduction
Die Verbraucher zu einem nachhaltigeren Lebensmittelkonsum zu bewegen und Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, wurden als wichtige Hebel zur…
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