Die Verbraucher zu einem nachhaltigeren Lebensmittelkonsum zu bewegen und Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, wurden als wichtige Hebel zur Abschwächung der Auswirkungen des Klimawandels im Zusammenhang mit Lebensmittelsystemen identifiziert. Eine umfassende Meta-Analyse von 110 Studien mit über 2,4 Millionen Beobachtungen zeigt jedoch, dass die durchschnittlichen Effekte solcher Maßnahmen insgesamt eher klein ausfallen. Deutliche Unterschiede bestehen zwischen den Interventionstypen: Besonders Maßnahmen der Choice Architecture, wie beispielsweise Voreinstellungen, tragen maßgeblich zur beobachteten Wirkung bei, während Anreize vor allem im Bereich der Abfallreduktion Potenzial zeigen. Nach Korrektur für den Publikationsbias relativieren sich viele Effektstärken, einzelne strukturelle Interventionen bleiben jedoch robust. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass verhaltensbasierte Maßnahmen stärker kontextsensitiv erforscht werden müssen, um ihre Wirksamkeit gezielt zu steigern.
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