ConPolicy Newsletter 2021 - 10

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  Neues von ConPolicy

Initiative zu verbraucherfreundlichem Einwilligungsmanagement
ConPolicy initiiert Dialogprozess für Good Practices bei Cookie-Einwilligungen

Cookie-Einwilligungen auf Webseiten und bei digitalen Diensten sind in der Praxis häufig alles andere als verbraucherfreundlich gestaltet und werden zum Teil auf rechtlich zweifelhafte Weise eingeholt. Solche Praktiken sind auch unter den Begriffen „dark patterns“ und „deceptive designs“ bekannt.

Vor diesem Hintergrund hat ConPolicy mit Förderung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) eine Good-Practice-Initiative zu Cookie-Einwilligungen initiiert, welche im Kontext der BMJV-CDR-Initiative als ein Themenforum verbraucherfreundliches Einwilligungsmanagements einzuordnen ist.

Zusammen mit deutschen und europäischen Stakeholdern soll hierbei eine Good Practice-Sammlung sowie Handlungsempfehlungen zu verbraucherfreundlichen, rechtssicheren und praktikablen Cookie-Einwilligungen erarbeitet werden. Weiteres Ziel der Initiative ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher darüber zu informieren, woran diese verbraucherfreundliche Einwilligungsmanagementsysteme erkennen können.

Die Ergebnisse der Initiative sollen im Sommer 2022 vorgestellt werden.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Rolle von Technologien für Verbraucherbefähigung
ConPolicy-Vortrag bei einer internationalen Konferenz des BMJV

Heute veranstaltete das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz eine internationale Online-Konferenz zum Thema Verbraucherschutz im digitalen Zeitalter. Die Konferenz wurde gemeinsam mit dem ASEAN Committee on Consumer Protection organisiert und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt.

Die Konferenz beschäftigte sich mit der Frage, wie Verbraucherinnen und Verbraucher am besten von den Auswirkungen der Digitalisierung profitieren können und wie sie bestmöglich vor Risiken für ihre Sicherheit, Privatsphäre und Selbstbestimmung geschützt werden können.

ConPolicy-Geschäftsführer Prof. Dr. Christian Thorun hielt einen Vortrag über die Frage, wie Technologien genutzt werden können und sollten, um Verbraucherinnen und Verbraucher zu stärken. Seine wichtigsten Schlussfolgerungen waren:

  1. Consumer enabling technologies (CETs) sollten ein strategisches Element zur Befähigung der Verbraucherinnen und Verbraucher sein.
  2. Sie ersetzen jedoch nicht die Marktregulierung und "klassische Offline"-Strategien zur Stärkung der Verbraucherrechte. Vielmehr sollten CETs als komplementäre Ansätze betrachtet werden.
  3. Das Potenzial von CETs wird bei weitem noch nicht ausgeschöpft.
  4. CETs können Verbraucherinnen und Verbraucher direkt oder indirekt über Marktbehörden und Verbraucherorganisationen befähigen.
  5. Die Regierungen sollten eine Strategie zur Förderung von CETs haben und in Forschung und Entwicklung in diesem Bereich investieren.

Onlineveranstaltung für Unternehmen, Kommunen und Interessierte
Mit einem Stups zu mehr Nachhaltigkeit – Chancen und Grenzen von Nudging

Nudging, das sind kleine Stupser, um Verhaltensänderungen zu fördern. In dem gemeinsamen Projekt „Green Nudging“ von SAENA, energiekonsens, ConPolicy und KliBa werden derzeit Nudges in Unternehmen erprobt, um klimafreundliches Verhalten anzustoßen. Kann dieser Ansatz helfen? Wo sind die Grenzen von Nudging? Wie viel Einfluss sollten Arbeitgeber auf das Verhalten ihrer Mitarbeiter nehmen? Ist Nudging manipulativ?

Diese und weitere Fragen wollen wir bei einer virtuellen Diskussionsrunde mit Gästen aus Wissenschaft und Wirtschaft klären. Herzlich möchten wir Sie dazu einladen, die Diskussion zu verfolgen oder sich aktiv daran zu beteiligen. Die Runde mit dem Titel „Mit einem Stups zu mehr Nachhaltigkeit – Chancen und Grenzen von Nudging“ findet am 13. Oktober 2021 von 10.00 bis 11.30 Uhr statt.

Wenn wir Ihre Neugier geweckt haben, können Sie hier weitere Informationen erhalten und sich hier für die Veranstaltung anmelden.

Mehr zu diesem Projekt finden Sie hier.

Veröffentlichung und Vorstellung der Studie auf Fachtagung
Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung in NRW: ConPolicy-Studie veröffentlicht

Anlässlich der Fachtagung "Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung in NRW" der Verbraucherzentrale NRW am 31.08.2021 wurde die von ConPolicy durchgeführte Studie "Wege zu einer nachhaltigen öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung in Nordrhein-Westfalen" veröffentlicht. Im Rahmen der Tagung stellte Prof. Dr. Christian Thorun die wesentlichen Ergebnisse der Studie in einem Forum vor und moderierte anschließend die Diskussion der Empfehlungen.

Die Studie beleuchtet zunächst ausgewählte Good-Practice-Beispiele, wie die öffentliche Gemeinschaftsverpflegung z.B. in Schulen oder Behördenkantinen in anderen Städten und Bundesländern nachhaltiger gestaltet wird. Aufbauend auf einer Analyse der spezifischen Rahmenbedingungen im Flächenland NRW, werden Empfehlungen für eine nachhaltige(re) öffentliche Gemeinschaftsverpflegung in NRW abgeleitet. So wird empfohlen, einen Dialogprozess zu nachhaltiger Ernährung zu initiieren, um eine Ernährungsstrategie für NRW zu entwickeln. Auch wird empfohlen, konkrete Umsetzungshilfen für die Kommunen auf den Weg zu bringen: Regionale Kompetenzstellen für nachhaltige Beschaffung und Wertschöpfung, ein Landesprogramm Bio-Städte NRW und eine Kantinenberatung für nachhaltige Verpflegung.

Im Rahmen des Diskussionsforums "Politische Strategien für eine nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung in NRW" wurden die Vorschläge diskutiert und durch weitere Ideen angereichert. Insgesamt gab es Zustimmung, dass es eine politische Rahmensetzung z.B. durch eine Ernährungsstrategie benötigt, um das Thema erfolgreich voranzutreiben.

Zur Langfassung der Studie wurde auch ein Executive Summary veröffentlicht.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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