ConPolicy Newsletter 2026 7

Liebe Leserinnen und Leser,

 

in diesem Newsletter informiert Sie ConPolicy über:

Noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Unser Newsletter legt im August eine Sommerpause ein und erscheint ab September wieder wie gewohnt.

 

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Ihr ConPolicy-Team

 
  Neues von ConPolicy

Bericht zur strategischen Umsetzung von Action for Climate Empowerment in Deutschland
Wie kann die Gesellschaft befähigt werden, das Klima zu schützen?

Im Laufe der Geschichte des Klimawandels standen engagierte Bürger:innen stets an vorderster Front, wenn es darum ging, Veränderungen hin zu einer Zukunft innerhalb der planetaren Grenzen voranzutreiben. Wie der IPCC (2022) feststellt, sind „zivilgesellschaftliche Bewegungen ein zentraler Treiber gesellschaftlicher und institutioneller Veränderungen“. Action for Climate Empowerment (ACE) bildet den internationalen Rahmen, um die gesamte Gesellschaft aktiv in den Klimaschutz einzubinden. Rechtliche Grundlage sind Artikel 6 der Klimarahmenkonvention von 1992 sowie Artikel 12 des Pariser Abkommens von 2015. Darin heißt es: 

„Soweit angebracht, arbeiten die Vertragsparteien dabei zusammen, Maßnahmen zur Verbesserung der Bildung, der Ausbildung, des öffentlichen Bewusstseins, der Beteiligung der Öffentlichkeit und des öffentlichen Zugangs zu Informationen auf dem Gebiet der Klimaänderungen zu ergreifen, wobei sie die Bedeutung dieser Schritte für die Verstärkung der Maßnahmen aufgrund dieses Übereinkommens anerkennen.“

Ziel ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass jeder Mensch über das Wissen, die Fähigkeiten und die Handlungsspielräume verfügt, um aktiv an einer gerechten und klimaresilienten Zukunft mitzuwirken. Ein neuer Bericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht, wie Deutschland sich dieser Vision annähern und eine klimabefähigte und resiliente Gesellschaft werden kann.

Was beinhaltet der Bericht?

  • Eine Einführung in ACE und seine internationalen Grundlagen, beispielsweise durch die Vorstellung der Schwerpunktbereiche des Glasgow Work Programme.
  • Internationale Fallstudien zur Umsetzung von ACE, unter anderem aus Österreich und Chile.
  • Erkenntnisse aus Expert:inneninterviews zum aktuellen Stand von ACE in Deutschland, beispielsweise mit Daniel Willeke vom Bundesverband Klimaschutz, der eine kommunale Perspektive auf die Umsetzung von ACE in Deutschland einbringt.
  • Ein Umsetzungskonzept zur Stärkung von ACE auf nationaler Ebene das aufzeigt, welche Schritte in den kommenden fünf Jahren in Deutschland erforderlich wären, um ACE voranzubringen.

Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass viele zentrale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung von ACE in Deutschland bereits vorhanden sind. Es mangelt jedoch an Koordination, Sichtbarkeit und Integration.

Um diese Lücken zu schließen, schlägt der Bericht ein fünfjähriges Umsetzungskonzept vor, das sich an fünf Zielbereichen orientiert: (1) Aufbau übergreifender ACE-Strukturen, (2) Stärkung von Monitoring, Evaluation und Berichterstattung, (3) Integration von ACE in klima- und sektorspezifische Politiken, (4) Verbesserung der Koordination zwischen staatlichen Ebenen und mit der Zivilgesellschaft sowie (5) Bereitstellung unterstützender Instrumente, Ressourcen und Kommunikationsmaßnahmen. Viele der gewonnenen Erkenntnisse sind auch über Deutschland hinaus relevant und bieten wertvolle Impulse für die globale ACE-Gemeinschaft.

Der vollständige Bericht ist auf Englisch hier verfügbar.

Das Umsetzungskonzept ist sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch hier verfügbar.

Studie im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Verbraucherpolitische Herausforderungen des Social Commerce

ConPolicy führt im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen eine Studie zu den Herausforderungen für Verbraucherinnen und Verbraucher im Social Commerce durch. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Risiken entstehen, wenn soziale Medien und Onlinehandel zunehmend miteinander verschmelzen.

Social Commerce gilt international als stark wachsender Markt. Während Produkte bislang überwiegend über klassische Online-Shops gekauft werden, finden Kaufentscheidungen immer häufiger direkt in sozialen Netzwerken statt. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Unterhaltung, persönlicher Empfehlung und Werbung. Besonders junge Menschen nutzen diese Angebote intensiv.

Die Studie untersucht Risiken durch Emotionalisierung, Manipulation, Impulskäufe, verstärkte Datenerhebung sowie komplexe Vertragsbeziehungen zwischen Plattformen, Influencern und Händlern. Zudem soll analysiert werden, ob bestehende Regelungen des Lauterkeits-, Plattform- und Datenschutzrechts ausreichend geeignet sind, Verbraucherinnen und Verbraucher im Social Commerce wirksam zu schützen.

Methodisch kombiniert das Projekt Literatur- und Rechtsanalysen, qualitative Untersuchungen von Plattformen und Erfahrungen von Nutzenden sowie eine repräsentative Verbraucherbefragung. Ziel ist es, auf dieser Grundlage Handlungsempfehlungen für einen sicheren und verbraucherorientierten Rechtsrahmen im Social Commerce zu entwickeln.

Mehr zum Projekt erfahren Sie hier.  

Abschluss des Projekts „PRIME - Privatheit im Metaverse“ nach drei Jahren Laufzeit
Wege zum Schutz der Privatsphäre in virtuellen Welten

Vor drei Jahren startete das Projekt „PRIME-Privatheit im Metaverse“ mit dem Ziel, die Privatsphäre in virtuellen Welten durch privatsphärefreundliches Design zu fördern. Am 3. Juni fand ein Online-Fachgespräch statt, bei dem die zentralen Ergebnisse des Projekts präsentiert und diskutiert wurden. Als externe Impulsgeberinnen haben an dem Fachgespräch teilgenommen: 

  • Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider, Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit,
  • Josephine Ballon, Geschäftsführerin von HateAid und
  • Silke Schmidt, Head of XR HUB Bavaria.

Die zentralen Ergebnisse der dreijährigen Projektlaufzeit sind auf der Webseite des Projekts dokumentiert, vor allem:

  • Konkrete Designvorschläge für privatsphärenfreundliche virtuelle Welten 
  • Metriken zur Bewertung der Privatsphärenfreundlichkeit von virtuellen Umgebungen sowie 
  • Erklärvideos zu datenschutzrechtlichen und persönlichkeitsrechtlichen Auswirkungen des Metaverse sowie zu Einsatzmöglichkeiten der im Projekt entwickelten Metriken.

Nach drei Jahren ausgezeichneter interdisziplinärer Zusammenarbeit danken wir unseren Projektpartnern aus der Wirtschaftsinformatik (Universität Bamberg – Prof. Dr. Benedikt Morschheuser, Runjie Xie) und der Rechtswissenschaften (Universität Göttingen – Prof. Dr. Andreas Wiebe, Felix Büning, Markus Meyer und Universität Bonn - Daniel Winter). Dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt danken wir für die Förderung des Projekts im Rahmen der Plattform Privatheit.

Mehr zum PRiME-Projekt finden Sie hier.
 

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