ConPolicy Newsletter 2026 2

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  Neues von ConPolicy

Aktuelle Stellenausschreibung bei ConPolicy
Wir suchen eine:n Projektmanager:in ab März 2026

ConPolicy – das Institut für Verbraucherpolitik – sucht ab März 2026 eine:n Projektmanager:in (m/w/d) im Bereich Verbraucherforschung und Verbraucherpolitik zur Mitarbeit in verschiedenen Forschungs- und Beratungsprojekten.

Ein Schwerpunkt der Tätigkeit liegt zu Beginn auf der Mitarbeit an einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt zur Entwicklung eines KI-gestützten Tools, das Journalist:innen bei der Erkennung von Desinformation unterstützt.

Weitere Informationen zu Aufgaben, Anforderungen und zum Bewerbungsverfahren finden Sie in der Stellenausschreibung.

Wir freuen uns über Bewerbungen sowie über die Weiterleitung der Ausschreibung an interessierte Personen in Ihrem Netzwerk.

Leitungsebenentreffen der CDR-Initiative im BMJV
Digitalisierung braucht Verantwortung

Am 20. Januar trafen sich Mitgliedsunternehmen und ausgewählte Entwicklungs- und Themenpartner der Corporate Digital Responsibility (CDR) Initiative mit Staatssekretärin Eva Schmierer im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Die CDR-Initiative arbeitet seit 2018 gemeinsam mit Unternehmen daran, die Digitalisierung fair, menschen- und werteorientiert zu gestalten. Von Beginn an betreibt ConPolicy gemeinsam mit dem Projektpartner concern die Geschäftsstelle der Initiative.

Ziel des Treffens war es, sich zu den strategischen Prioritäten der CDR-Initiative für ihr weiteres erfolgreiches Wachstum auszutauschen.

Zentrale Schwerpunkte der weiteren Arbeit der Initiative werden sein:

  • Die Stärkung der digitalen Souveränität. Unternehmen, die eine verantwortungsvolle Digitalisierung betreiben und europäische Werte achten, sollen sichtbarer werden.
  • Die Ausweitung der Community, der Mitgliedsorganisationen, der Reichweite und der Wirkung.
  • Die Verbesserung der Erfahrbarkeit von CDR für Verbraucher:innen.

Das Fazit des Treffens: Verantwortliche Digitalisierung ist und bleibt für wirksamen Verbraucherschutz im digitalen Raum sowie für unternehmerischen Erfolg von großer Bedeutung.

Mehr Informationen zur CDR-Initiative finden Sie hier.

ConPolicy-Beitrag beim DKK-Fachgespräch
Wie kann die Konsumwende zur Klimawende beitragen?

Am 27.01.2026 veranstaltete das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) mit dem Exzellenzcluster CLICCCS der Universität Hamburg und der Mercator Stiftung ein Fachgespräch. Anlass war die Veröffentlichung des Reports „Klimawende Ausblick 2025“. Der Report bietet sozialwissenschaftliche Analysen von Herausforderungen und Treibern der Klimawende. Als Treiber sind in diesem Fall die Wegbereiter für eine erfolgreiche Klimawende gemeint. Im Mittelpunkt des Reports steht die Frage, wie sich die Klimawende in Zeiten von Backlash und abnehmender Resonanz noch umsetzen und gestalten lässt. 

In fünf parallelen Workshops wurden ausgewählte Treiber vertieft behandelt und diskutiert. Im Workshop zum Treiber „Konsum“, geleitet von Dr. Eduardo Gonçalves Gresse, kommentierte Prof. Dr. Christian Thorun, Geschäftsführer des ConPolicy-Instituts, gemeinsam mit Dr. Laura Spengler vom Umweltbundesamt zentrale Befunde und Empfehlungen des Reports.  

Hierbei betonte Prof. Dr. Thorun, dass  

  • die konsumbezogenen Emissionen und Ressourcenverbräuche zwar sinken würden, aber gerade in den Bedarfsfeldern Wohnen und Mobilität noch nicht schnell genug;  
  • die soziale Ungleichheit die Konsumwende erheblich ausbremst;  
  • die Digitalisierung derzeit durch Dark Patterns, Addictive Designs und eine Interface-Gestaltung, die auf Kaufabschlüsse und einer möglichst langen Bildschirmzeit ausgerichtet ist, den nicht-nachhaltigen Konsum stark befördert; 
  • eine Vereinfachungsagenda benötigt wird, um nachhaltigen Konsum möglichst einfach und zur Standardoption zu machen; und 
  • neue Narrative benötigt werden, um Menschen für Klima- und Umweltschutz zu begeistern. Statt Weltuntergangsszenarien zu propagieren oder über kostspielige Anschaffungen wie Elektroautos oder Wärmepumpen zu reden, sollte mehr über einen kostengünstigen Nahverkehr, Wärmedämmung, die Mieter:innen zugutekommt, oder lebenswerte Innenstädte gesprochen werden. 

Ergebnisse der Studie „Metaverse und Extended Reality: Verbraucherorientierte Gestaltung für eine sichere Nutzung“ im Auftrag des DIN-Verbraucherrats veröffentlicht
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu Problemen und Handlungsansätzen für den Verbraucherschutz im Metaverse

Das Metaverse und immersive Technologien wie Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) gewinnen zunehmend an Bedeutung im Alltag von Verbraucher:innen. Gleichzeitig bringen sie neuartige Risiken mit sich – etwa in Bezug auf Datenschutz, psychische Gesundheit oder soziale Teilhabe. Vor diesem Hintergrund untersuchte das ConPolicy Institut für Verbraucherpolitik im Auftrag des DIN-Verbraucherrats die Chancen und Risiken des Metaverse aus Verbrauchersicht und entwickelte entsprechende Handlungsempfehlungen. Der Abschlussbericht wurde nun durch den DIN-Verbraucherrat veröffentlicht und ist hier abrufbar.

Die Ergebnisse zeigen, dass Metaverse-Nutzer:innen verhältnismäßig jung, gebildet und dem Metaverse gegenüber positiv eingestellt sind. Gleichzeitig unterschätzen sie bestehende Risiken wie Übergriffe, Datenschutzprobleme und insbesondere Suchtpotenziale häufig. Zudem erweisen sich vorhandene Rechtsvorschriften oft als unzureichend, sind nicht auf die spezifischen Risikolagen des Metaverse zugeschnitten und aufgrund internationaler Plattformstrukturen schwer durchsetzbar. Deshalb wird – neben verstärkter Aufklärung und Medienkompetenz für die Nutzer:innen – vor allem eine stärkere Konkretisierung und Umsetzung von Verbraucher-, Daten- und Jugendschutz durch Recht und verbraucherorientierte Normung empfohlen.

Im Rahmen der Studie wurde ein Mixed-Methods Ansatz verfolgt: Neben einer umfassenden Literatur- und Rechtsanalyse wurden Fokusgruppen mit Nutzer:innen und Angehörigen durchgeführt sowie zwei Online-Befragungen mit je 200 Teilnehmenden umgesetzt. Die Ergebnisse wurden abschließend in einem interdisziplinär besetzten Expert:innen-Workshop diskutiert. Auf dieser Grundlage wurden Handlungsempfehlungen für Recht und Normung mit dem Ziel einer verbraucherfreundlichen Gestaltung des Metaverse erarbeitet.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.  

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