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Digitale WeltOnline-Dienste für Telefonie und Nachrichten in Deutschland weit verbreitet

Heute veröffentlichte die Bundesnetzagentur ihren Bericht zur privaten Nutzung von OTT-Kommunikationsdiensten in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass mit 83 Prozent die überwiegende Mehrheit der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher regelmäßig sogenannte OTT-Kommunikationsdienste nutzt. Diese Messaging- und Internettelefoniedienste werden online und somit im Gegensatz zur klassischen Telefonie und Nachrichten „over-the-top“ (OTT) erbracht.

Für diesen Bericht führte die Bundesnetzagentur Ende 2019 in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut INFO GmbH eine repräsentative Verbraucherbefragung mit insgesamt 2.210 Personen in Deutschland durch.

Dies sind weitere Einzelheiten:

  • 83 Prozent der Befragten gaben an, OTT-Kommunikationsdienste regelmäßig zu nutzen. Bei den 16- bis 24-Jährigen liegt der Nutzeranteil sogar bei 98 Prozent.
  • In Deutschland werden Dienste wie WhatsApp (96 Prozent), Facebook Messenger (42 Prozent), Instagram (30 Prozent), Skype (18 Prozent) und Snapchat (12 Prozent) am meisten genutzt.
  • Knapp zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) gab an, mindestens zwei verschiedene OTT-Dienste gleichzeitig zu nutzen – sie betreiben damit sogenanntes „Multihoming“.
  • Verbraucherinnen und Verbraucher nutzen OTT-Dienste zum regelmäßigen Versenden von Text- und Bildnachrichten (95 Prozent) oder für Internettelefonie (48 Prozent).
  • 81 Prozent der befragten Nutzerinnen und Nutzer gaben an, täglich Textnachrichten zu versenden und 61 Prozent gaben an, durch die Verbreitung der OTT-Kommunikation mehr als vorher zu kommunizieren.
  • Trotz der Möglichkeit zur Internettelefonie führen OTT-Nutzerinnen und -Nutzer Telefongespräche weiterhin häufiger und intensiver per Mobilfunk (75 Prozent) und Festnetz (59 Prozent). Nur 22 Prozent nutzen regelmäßig die Option zur Internettelefonie ihres OTT-Dienstes.
  • Weitere 74 Prozent aller OTT-Nutzerinnen und -Nutzer gaben an, nicht vollständig auf die Nutzung  der klassischen Mobilfunktelefonie verzichten zu können.

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur: merkte hierzu an: „Dienste wie Skype, WhatsApp oder Threema haben sich in den vergangenen Jahren rasant verbreitet. Sie werden mittlerweile von breiten Teilen der Bevölkerung genutzt. Allerdings sind klassische Telekommunikationsdienste weiterhin von hoher Bedeutung für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Wir stellen auch fest, dass die drei beliebtesten Dienste WhatsApp, Facebook Messenger und Instagram alle zum Facebook-Konzern gehören."

Quelle: Bundesnetzagentur

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