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DigitalisierungNachhaltiges Online-Shopping: 40 Prozent kaufen gebrauchte Ware im Netz

Der Digitalverband Bitkom veröffentlichte heute neue Umfrageergebnissen zum Thema Nachhaltigkeit beim Online-Shopping. Den Ergebnissen zufolge nutzten bereits 40 Prozent der Befragten Plattformen wie Vinted, Ebay Kleinanzeigen oder Shpock, um Second-Hand-Artikel online zu kaufen.

Für diese repräsentative Umfrage führte die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom im Oktober 2021 Online-Interviews mit insgesamt 1.109 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 1.048 Online-Shopper, zum Thema Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Online-Handel durch.

Dies sind weitere Einzelheiten:

  • 40 Prozent der Online-Shopper gaben an, Vinted, Ebay Kleinanzeigen, Shpock und vergleichbare Plattformen zu nutzen, um Second-Hand-Artikel online zu kaufen – dies taten mit 52 Prozent vor allem Jüngere zwischen 16 und 29 Jahren.
  • Bei den 30- bis 49-Jährigen kauften 41 Prozent Gebrauchtes im Netz, bei den 50- bis 59-Jährigen waren es 37 Prozent und bei den über 60-jährigen rund ein Viertel.
  • Einige Verbraucherinnen und Verbraucher gaben an, beim Online-Shopping bereits konkrete Schritte für mehr Nachhaltigkeit zu unternehmen, indem sie bewusst mehrere Bestellungen bündeln und auf denselben Liefertag legen (21 Prozent), Reparaturservices von Online-Händlern nutzen, um defekte Produkte instand setzen zu lassen (13 Prozent), beim Online-Kauf für Umweltprojekte spenden oder Bäume zu pflanzen (12 Prozent) oder einen kleinen Aufpreis für eine CO2-Kompensation ihrer Paketlieferungen zahlen (acht Prozent). Weitaus mehr Verbraucherinnen und Verbraucher könnten sich vorstellen, diese Optionen künftig zu nutzen.
  • Zudem waren die Befragten der Ansicht, dass Händler möglichst viele Waren in denselben Karton packen sollten (92 Prozent) und zudem in der Verantwortung seien, den Online-Handel nachhaltig und klimaschonend zu gestalten (81 Prozent). Außerdem seien die Kartons für die bestellten Waren oft viel zu groß (86 Prozent) und 61 Prozent wünschten sich für eine geringere Umweltbelastung, dass Paketzustellungen mit Elektroautos oder -fahrrädern erfolgen.

Niklas Meyer-Breitkreutz, Referent für Digitalisierung und Nachhaltigkeit beim Bitkom, sagte hierzu: „Je länger funktionierende Produkte genutzt werden, desto nachhaltiger sind sie – das gilt für IT-Geräte ebenso wie für Möbel oder Kleidung. Digitale Plattformen sind meist einfach zu bedienen und helfen dabei, dass Produkte wiederverwendet und damit möglichst lange genutzt werden können. Mithilfe digitaler Technologien können wir Transportwege vermeiden, Verpackungsmaterialien reduzieren und auch Lieferketten transparenter machen.“

Quelle: Bitkom

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