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DigitalisierungDeutschlands Mobilfunkpreise günstiger als gemeinhin angenommen

Heute veröffentlichte der Digitalverband Bitkom die Studie „Deutschlands Mobilfunktarife im internationalen Vergleich“. Die Ergebnisse zeigen, dass Preise für Handy- oder Mobilfunkdatenverträge in Deutschland dem internationalen Durchschnitt entsprechen und insbesondere für Einsteigerinnen und Einsteiger sowie Normalnutzerinnen und -nutzer vergleichsweise günstig sind.

Für diese Studie untersuchte das Marktforschungsunternehmen Tarifica im Auftrag des Digitalverbands Bitkom im August 2020 die zwölf Mobilfunkmärkte in Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Schweden, der Schweiz, Spanien, dem Vereinigten Königreich, den USA und Japan. Als Datengrundlage für die Analyse dienten Preisinformationen von den Websites ausgewählter Mobilfunkanbieter. Für eine bessere Vergleichbarkeit der Mobilfunkpreise wurden Mehrwertsteuer sowie nationale, regionale und lokale Steuern ausgenommen und Aktionspreise oder Angebote und Verträge, die verhandelt und nicht beworben werden, blieben unberücksichtigt. Zudem wurde das gesamte Spektrum der Mobilfunknutzung mittels sechs exemplarischer Nutzerinnen- und Nutzerprofile modelliert.

Dies sind weitere Einzelheiten:

  • Der länderübergreifende Vergleich von Mobilfunkmärkten zeigt, dass mobile Kommunikation für Verbraucherinnen und Verbraucher in Polen und Italien am günstigsten, dagegen in der Schweiz, den USA und Japan am teuersten ist.
  • Für geringen Leistungsumfang gibt es in Deutschland besonders viele Tarifangebote zu vergleichsweise günstigen Preisen. Im günstigsten Tarif zahlen deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher durchschnittlich 4,50 Euro pro Monat.
  • Deutschland belegt den vierten Platz bei zwei der identifizierten Nutzerinnen- und Nutzerprofilen, den sogenannten „Gelegenheitssurfern“, (max. 1 GB Datenvolumen pro Monat; mind. 0 Gesprächsminuten; 20 Mbit/s Download) und den „Normalnutzern“ (max. 3 GB; min. 150 Gesprächsminuten; 20 Mbit/s Download).
  • Die billigsten Tarife für die zwei leistungsärmeren Nutzerinnen- und Nutzerprofile werden in Polen, Italien, Spanien und dem Vereinigte Königreich angeboten. Die höchsten Preise zahlen Einsteigerinnen und Einsteiger in der Schweiz mit mehr als 14 Euro monatlich.
  • Für sogenannte „Heavy-User“ (max. 40 GB; min. 250 Gesprächsminuten; 200 Mbit/s Download) liegen die Preise in Deutschland auf Rang sechs der zwölf untersuchten Länder.
  • Für Vielnutzerinnen und -nutzer sind die Leistungspakete u.a. in Großbritannien, Finnland und Spanien eher teurer und vor allem in Polen, Italiener und Frankreich günstiger.

Achim Berg, Bitkom-Präsident, sagte hierzu: „Was die Kosten angeht, so ist Mobilkommunikation in Deutschland viel günstiger als angenommen. Der deutsche Mobilfunkmarkt ist hart umkämpft, vor allem bei Einsteigertarifen ist der Preisdruck hoch. Wer wenig Geld hat, findet in Deutschland besonders attraktive Angebote. Das Einstiegsniveau ist sozialverträglich, die Angebotspalette ist insgesamt sehr breit. Hohe Download-Geschwindigkeiten bieten vor allem Premiumtarife. Wer in Deutschland Intensivnutzer ist, zahlt zwar einerseits etwas mehr als in manchen Nachbarländern. Dafür bekommen Heavy-User hierzulande aber auch mehr Zusatzdienste geboten."

Quelle: Bitkom

Weitere Informationen und die Studie