ConPolicy Newsletter 2021 - 3

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  Neues von ConPolicy

Neues Projekt gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
MOBITAT – Wohnen und Arbeiten 2050 – Eine nachhaltige Mobilität für Pendler der Zukunft

ConPolicy erforscht für die nächsten drei Jahre wie Pendlerströme in Zukunft nachhaltiger gestaltet werden könnten. Fokus ist die Analyse von Pendlerströmen der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main anhand eines neuen Verkehrsmodells. ConPolicy entwirft während des Projekts unter anderem innovative Maßnahmen zur Förderung eines nachhaltigen Mobilitätsverhaltens und schätzt deren Wirksamkeit durch Verhaltensexperimente ab. Hierfür plant ConPolicy unter anderem mit Arbeitgebern in der Region zu kooperieren, um das Verhalten und die Bedürfnisse deren Angestellter besser zu verstehen und zu gestalten. Zu diesem Zweck werden Arbeitgeber und Angestellte befragt oder ihr Mobilitätsverhalten im Rahmen von Feldstudien beobachtet und analysiert.

Um Pendlerströme in der Region besser zu verstehen, wird zunächst ein neues Verkehrsmodell für die Metropolregion erstellt. Ziel ist es später anhand des Modells die Wirksamkeit der innovativen Maßnahmen, die im Rahmen des Projekts erdacht und entwickelt werden, zu messen und Einflüsse auf die Metropolregion abzuschätzen.

ConPolicy setzt das Projekt gemeinsam mit vier weiteren Partnern, dem Institut für Verkehrsforschungs des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), dem Lehrstuhl und Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH), dem ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH und der ivm GmbH – Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain, um.

Das Projekt wird im Rahmen der Strategie FONA (Forschung für Nachhaltigkeit) des BMBF gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.  

Transfer-Studie zu Strategien einer nachhaltigen Gemeinschaftsverpflegung in öffentlichen Einrichtungen in NRW im Auftrag der VZ NRW
Neues Projekt zu nachhaltiger Gemeinschaftsverpflegung

Eine nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung stellt einen zentralen Hebel dar, um eine nachhaltige Lebensmittelproduktion und eine nachhaltige Ernährung zu fördern. Obwohl es mittlerweile viele gute Beispiele gibt, wie eine nachhaltige Ernährung und nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung gefördert werden können, ist bislang unklar, ob und inwieweit diese Erfahrungen auf NRW übertragbar sind.

Vor diesem Hintergrund wurde ConPolicy von der Verbraucherzentrale NRW mit dem Projekt „Nachhaltige, öffentliche Gemeinschaftsverpflegung in NRW“ beauftragt. Ziel dieses Vorhabens ist es, Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie politische Strategien zur Förderung einer abfallarmen und nachhaltigen, öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung in NRW ausgestaltet werden sollten. Das Projekt hat im Januar 2021 begonnen und soll im Mai 2021 abgeschlossen werden.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Abschlusskonferenz und Abschlussbericht zum BMJV-geförderten Forschungsvorhaben ConProTec_ted zum Potential von digitaler Technologie für Verbraucherschutz und Verbraucherbefähigung
ConPolicy veranstaltet virtuelle Konferenz „Verbraucherschutz digital neu denken“ und veröffentlicht Abschlussbericht

Am 19. Februar 2021 fand die virtuelle Konferenz „Verbraucherschutz digital neu denken“ statt. Thema der Konferenz war die Frage, wie das bisher noch weitgehend ungenutzte Potential digitaler Technologie zur Erreichung verbraucherpolitischer Zielsetzungen erschlossen werden kann. Diese Frage wurde mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags und Entscheidungsträger*innen aus Politik, Unternehmen und Verbraucherorganisationen diskutiert. Im Anschluss an die Konferenz wurde am 28. Februar der Abschlussbericht zu dem Forschungsvorhaben veröffentlicht. 

Nach einer Begrüßung durch Herrn Staatssekretär Prof. Dr. Christian Kastrop vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) stellte das Projektteam (Thomas Bendig, Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie, Dr. Sara Elisa Kettner, ConPolicy sowie Dr. Otmar Lell, ConPolicy) die zentralen Forschungsergebnisse vor. Der daraus folgende Handlungsbedarf wurde in einer ersten Runde mit Herrn Dr. Volker Ullrich MdB (CSU) und Herrn Dr. Jens Zimmermann MdB (SPD) diskutiert. In einer zweiten Runde wurde die Sichtweise verschiedener Akteursgruppen auf das Thema Verbraucherschutztechnologie vertieft. Für das BMJV nahm St Prof. Dr. Christian Kastrop Stellung, Ministerin Ursula Heinen-Esser vertrat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Nordrhein-Westfalen, Ulrike von der Lühe sprach als geschäftsführender Vorstand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz für die öffentlich geförderten Verbraucherorganisationen, Dr. Daniel Halmer, Gründer und Geschäftsführer der Conny GmbH und des Portals wenigermiete.de vertrat die Sichtweise unternehmerischer Legal-Tech-Anbieter, und Christina Lang, CEO der DigitalService4Germany, stellte den Mehrwert eines digitalen Innovationsprozesses für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen dar. 

Die Diskussion zeigte weitgehenden Konsens, dass es bei der Nutzung von digitaler Technologie für verbraucherpolitische Zielsetzungen ein großes Potential gibt. Sie würden einen wichtigen Baustein für eine gestaltende Verbraucherpolitik darstellen. Es gebe kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Umsetzungsdefizit. Die Frage sei, wie es gelinge, das Potential zu entfesseln. Konsens bestand auch darin, dass auf digitalen Märkten mehr Transparenz geschaffen werden müsse, damit Verbraucherinnen und Verbraucher besser erkennen können, inwieweit ihre Interessen auf digitalen Märkten gewahrt werden. Besonders wichtig sei es hierfür, für Fälschungssicherheit und Verlässlichkeit von Kundenbewertungen zu sorgen. Auch dass Verbraucherschutzbehördern und Verbraucherorganisationen mehr digitale Kompetenzen und digitale Tools brauchen, wurde allgemein unterstützt. Uneinheitliche Sichtweisen gab es zu der Frage, ob föderale Strukturen in der Verbraucherberatung reformbedürftig sind und welches Potential in der Zusammenarbeit von Verbraucherorganisationen mit unternehmerischen Legal-Tech-Anbietern liegt. Christina Lang von der DigitalService4Germany legte abschließend dar, dass ein offener digitaler Innovationsprozess dazu nützen könne, einerseits Verbraucherinnen und Verbraucher stärker in die Lösungsfindung einzubeziehen und andererseits Kooperationen unterschiedlicher Akteursgruppen möglich zu machen. 

Die Ergebnisse der Veranstaltung wurden bei der Finalisierung des Abschlussberichts berücksichtigt, der am 28. 2021 Februar veröffentlicht wurde. 

Die Kurzfassung der Studienergebnisse ist hier zu finden. Die Langfassung steht hier zum Download bereit.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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