ConPolicy Newsletter 2021 - 01

Liebe Leserinnen und Leser,

 

ConPolicy wünscht einen guten Start ins neue Jahr! Im ersten Newsletter des Jahres informiert Sie ConPolicy über:

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Mit herzlichen Grüßen

Ihr ConPolicy-Team

 

  Neues von ConPolicy

Veranstaltung im Kontext des ConProTec_ted-Forschungsprojekts von ConPolicy und Fraunhofer IUK-Technologie
Einladung zur virtuellen Abschlussveranstaltung „Verbraucherschutz digital neu denken” am 19. Februar 2021

Am 19. Februar 2021 veranstaltet ConPolicy gemeinsam mit dem Projektpartner Fraunhofer IUK-Technologie die virtuelle Abschlussveranstaltung des Projekts ConProTec_ted. Im Verlauf des Projekts wurde untersucht, inwieweit digitale Technologien genutzt werden können, um Ziele des Verbraucherschutzes und der Verbraucherbefähigung zu erreichen. 

Nach einer Einführung durch Staatssekretär Prof. Dr. Christian Kastrop, BMJV, werden die zentralen Studienergebnisse vorgestellt. Im Anschluss werden Abgeordnete des Deutschen Bundestages und Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Verbraucherschutz und Digitalisierung diskutieren, wie digitale Technologie im Verbraucherschutz erfolgreich zum Einsatz gebracht werden kann und wie ein entsprechender Innovationsprozess in Gang gesetzt werden kann.

Die Tagung wird im Webex-Format am 19.02.2021 von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr stattfinden. Das Programm können Sie hier einsehen. Wir bitten um Anmeldung zu der Tagung bis zum 12.02.2021 über diesen Link.

Projekt „Wege und Bausteine einer digitalen Agenda für nachhaltigen Konsum" im Auftrag des Umweltbundesamtes
Umweltbundesamt veröffentlicht ConPolicy-Bericht „Förderung eines nachhaltigen Konsums durch digitale Produktinformationen"

ConPolicy untersuchte im Auftrag des Umweltbundesamtes, inwieweit Verbraucherinnen und Verbraucher sich heute im Internet über die Nachhaltigkeit von Produkten informieren können und welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um bestehende Informationslücken zu schließen. 

Methodische Basis des Berichts waren Experteninterviews, ein Marktcheck sowie die Analyse der einschlägigen Literatur. Auf dieser Grundlage wurde zunächst eine Bestandsaufnahme zur Verfügbarkeit von Umweltinformationen im Internet erstellt. Hieraus wurden Empfehlungen abgeleitet, die sowohl praktische Fragen der datentechnischen Erfassung und Bereitstellung von Umweltinformationen als auch politische Maßnahmen für eine bessere Verbraucherinformation umfassen. 

Die Studie zeigt auf, dass umweltbezogene Produktinformationen in digitalen Medien generell unzureichend verfügbar sind. Besondere Defizite werden bei der Verfügbarkeit von Informationen zur Lebensdauer und Reparierbarkeit von Produkten festgestellt. Auch können sich Verbraucherinnen und Verbraucher angesichts der Vielzahl von Umweltzeichen und umweltbezogenen Werbeaussagen schlecht orientieren. Im Sinne einer besseren digitalen Verbraucherinformation wird vorgeschlagen, durch Maschi- nenlesbarkeit, Standardisierung und Datenschnittstellen die Verfügbarkeit von Umweltinformationen insbesondere in digitalen Medien zu verbessern. Für Lebensdauer und Reparierbarkeit von Produkten sollten Kennzeichnungspflichten analog zum EU-Energielabel eingeführt werden. Ein digitaler Produktpass sollte einen Rahmen für eine standardisierte Erfassung und Bewertung von Umweltinformationen schaffen. 

Die Studienergebnisse finden Sie hier.
Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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