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Analytische Studie für die SPD-Fraktion im Landtag NRW Verletzliche Verbraucher im Quartier

Projektzeitraum:
Januar 2015 – Mai 2015

Auftraggeber: 
SPD-Fraktion im Landtag NRW

In der Verbraucherpolitik wächst die Erkenntnis, dass es die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht gibt, sondern dass Verbrauchergruppen unterschieden werden müssen. Eine solche differenzierte Herangehensweise führt zu der Frage, wie gerade die Gruppe der verletzlichen Verbraucher im Rahmen der Verbraucherberatung besser erreicht werden kann.

Im Auftrag der SPD-Fraktion im Landtag NRW führte ConPolicy eine Untersuchung durch, in der analysiert wurde, ob der Quartiersansatz, der aus der Sozial- und Wohnungsbaupolitik stammt, Potentiale liefert, die Verbraucherberatung für diese Zielgruppe zu verbessern.

Neben einer systematischen Literaturauswertung wurden Telefoninterviews mit Experten aus der Verbraucherberatung und dem Quartiersmanagement geführt. Um möglichst konkrete Handlungsempfehlungen ableiten zu können, wurde überdies eine Modellregion identifiziert. Hierbei handelt es sich um die Stadt Duisburg. Eine Zwischenversion des Berichts wurde im April 2015 im Landtag NRW im Rahmen eines Fokusgruppengesprächs mit Experten und Praktikern in der Verbraucherberatung diskutiert.

Die Ergebnisse der Untersuchung lassen sich in fünf Thesen zusammenfassen:

  1. Verletzliche Verbraucher leiden unter einer doppelten Beeinträchtigung.
  2. Eine Verbraucherpolitik für verletzliche Verbraucher sollte über eine sozialpolitische Komponente verfügen.
  3. Die derzeitige Beratungslandschaft wird den spezifischen Anforderungen verletzlicher Verbraucher nicht gerecht.
  4. Der Quartiersansatz birgt das Potential für eine verbesserte Beratung verletzlicher Verbraucher.
  5. Das Potential des Quartiersansatzes für eine bessere Verbraucherberatung verletzlicher Verbraucher sollte in Piloten getestet werden.

Link zur Studie.