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Forschungsvorhaben für das Umweltbundesamt Stakeholder-Workshop zu Nudging und Nachhaltigkeit im Bundesumweltministerium

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Um dem fortschreitenden Klimawandel zu begegnen, sollte die weltweite Erwärmung bis zum Jahr 2050 auf maximal 1,5 bis 2°C beschränkt werden. Da der private Konsum in Deutschland maßgeblich zu den Treibhausgasemissionen beiträgt, wird es zur Erreichung dieses Ziels entscheidend auch auf Veränderungen im Konsumverhalten von Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen. Hier reichen klassische Ansätze der ökologischen Verbraucherpolitik, wie beispielsweise Ge- und Verbote, Energieeffizienzanforderungen oder Verbraucherinformationen alleine oft nicht aus.

Im Auftrag des Umweltbundesamt analysiert ConPolicy daher die Potentiale des Nudge-Ansatzes zur Förderung nachhaltiger Konsummuster. Das Vorhaben wird gemeinsam mit Prof. Dr. Lucia Reisch (Copenhagen Business School / ZU Friedrichshafen), Prof. Dr. Cass Sunstein (Harvard University), Prof. Dr. Hans-W. Micklitz (Europäisches Hochschulinstitut) und Ricardo-AEA umgesetzt.

Sechs konkrete Nudge Maßnahmen zur Förderung nachhaltigen Konsums in den Bereichen Bauen und Wohnen, Mobilität und Ernährung wurden in diesem Rahmen am 16. März 2016 mit Stakeholdern aus Wirtschaft, NGOs, Wissenschaft und Politik im Bundesumweltministerium diskutiert. Nach einleitenden Vorträgen von Prof. Dr. Lucia Reisch, Prof. Dr. Cass Sunstein und Prof. Dr. Christian Thorun waren die Teilnehmenden dazu eingeladen, die Umsetzungsszenarien hinsichtlich ihrer Erfolgs- und Risikofaktoren zu bewerten und deren praktischen Implementierung zu erörtern. Die in den Diskussionen gewonnenen Erkenntnisse fließen in konkrete Handlungsempfehlungen für das Umweltbundesamt und weitere Stakeholder ein.